Bodrum im Türkische Riviera-Lexikon
Manche zählen die Stadt Bodrum mit zur Türkische Riviera, andere wieder nicht. In jedem
Fall ist diese Stadt einen Besuch wert, denn die Küstenlandschaft ist durch die Inseln,
Halbinseln und Buchten überaus interessant. Zudem kann man von hier aus in einer halben
Stunde mit dem Schiff zur griechischen Insel Kos übersetzten. Die Stadt bildet den letzten
Ausläufer des Taurusgebirges, welches von der Natur gebildet wurde. In der Antike hieß
Bodrum Halikarnoassos ist vor allem wegen dem Mausoleum bekannt, dass sich Mausolos,
der König von Karien, zu Lebzeiten erbauen ließt. Einst galt es als eines der sieben
Weltwunder der Antike und wurde durch ein Erdbeben zerstört. Die Reste der Baumaterialien
hat man im Johanniterkastell St. Peter verbaut und einige der Skulpturen hat man im
britischen Museum in London untergebacht. Das St. Peter Kastell wurde im Jahre 1420 von
Kreuzrittern gebaut und ging im Jahre 1523 kampflos an die Osmanen. Sie nutzten die Burg
bis in das 20. Jahrhundert als Verbannungsort. In den folgenden Jahren wurde die Stadt
immer bedeutungsloser und war viele Jahre lang ein kleines und beschauliches Fischerdorf.
Der Dichter und Maler Cevat Sakir gab legte den Grundstein für die heutige Entwicklung von
Bodrum, denn er versammelte Freunde um sich und begründete die Blauen Reisen, mit den
ortsüblichen Gulets. So löste er als Fischer von Bodrum den heutigen Touristenboom aus. In
Bodrum kann man aber nicht nur wunderbar Urlaub machen, sondern auch viele
Sehenswürdigkeiten besichtigen. Im Kastell von St. Peter befindet sich ein
Unterwassermuseum, dessen Prachtstück das Schiff von Uluburun ist. Dies ist ein Wrack aus
der Bronzezeit, dass man inklusive der Fracht gehoben hat.


