Dolmus im Türkische Riviera-Lexikon
Wer in der Türkei und an der Türkischen Riviera seine Urlaub verbringt, der kommt um einen Dolmus gar nicht herum. Hierbei handelt es sich um eine ganz besondere Art von Kleintaxi, dass zum typischen Bild der Türkei gehört. Der Dolmus verkehrt auf festgelegten Routen, die allesamt sehr kurz sind. Bis heute übernimmt der Dolmus den überwiegenden Teil des öffentlichen Personenverkehrs. In einem Dolmus finden rund neun Personen Platz, jedoch sind es nicht selten wesentlich mehr. Berührungsängste sollte am also nicht haben, wenn man mit diesem Kultauto unterwegs ist. Er wird von Touristen und Einheimischen gleichermaßen genutzt und ist eine günstige Alternative, um von einem Ort zum anderen zu kommen. Für ungefähr 50 Cent kommt man mit dem Dolmus zehn Kilometer weit. Die Bezahlung erfolgt immer am Ende einer Fahrt. Haltestellen gibt es für diese Kleinbusse nicht, denn man winkt dem Fahrer einfach zu und der hält dann an. So kann man auch an jeder beliebigen Stelle aussteigen.
Der Dolmus - der Kultbus in der Türkei
Übersetzt bedeutet Dolmus soviel wie „angeblich voll", was auch voll und ganz
zutrifft. Zunächst nutzte man in der Türkei den Dolmus nur, um den Bosporus und das
Goldenen Horn zu überqueren. Als öffentliches Verkehrsmittel setzte man ihn ab 1939 nur in
Istanbul ein und im Jahre 1970 führte der Dolmus rund 43 Prozent des Personenverkehrs in
Istanbul durch. Es gibt in der Türkei unheimlich viele Dolmus-Unternehmen, denn um einen
Dolmus fahren zu dürfen, muss man nur mindestens 25 Jahre alt sein, verheiratet sein und
man muss einen guten Ruf genießen. Aufgrund der vielen unterschiedlichen Unternehmen ist
der Preiskampf groß, weshalb eine Strecke Überland genauso viel losten kann, wie eine
Strecke innerhalb einer Stadt.


