Geschichte im Türkische Riviera-Lexikon

Geschichte von Antalya

Gegründet wurde die Stadt Antalya an der Türkischen Riviera höchst wahrscheinlich um 158 c. Chr. von König Attalos II. von Pergamon. Sie war bekannt unter dem Namen Attaleia und war im 1. Jahrhundert nach Christus eine der bedeutendsten Hafenstädte in der weiteren Umgebung. Im Mittelalter kannte man Antalya unter dem Namen Satalia, die von den Römern, den Byzantinern und den Seldschuken erobert und beherrscht wurde. Zur Zeit der Byzantiner war Antalya ein sehr wichtiges Zentrum des Christentums. Nachdem die byzantinische Macht ein jähes Ende gefunden hatte, wurde die Stadt von den Lateinern belehnt, obwohl sie nachweislich einem gewissen Aldobrandino gehörte. Er stammte aus Griechenland und war ein Freibeuter, da er es nicht schaffte, eine eigene Dynastie zu gründen. Aus dem 14. Jahrhundert weiß man, dass die Stadt Antalya unter osmanischer Herrschaft stand. Heute ist die Stadt die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und hat seit dem Jahre 1997 eine enge Städtepartnerschaft mit Nürnberg in Deutschland. Die enge Verbundenheit zeigt sich in Antalya auch dadurch, dass hier 1997 eine Straßenbahn eröffnet wurde, in der alte Fahrzeuge aus Nürnberg betrieben werden. Zudem ist Antalya der Mittelpunkt des Tourismus geworden und auch viele Industriebetriebe haben sich in und um Antalya angesiedelt. In den Vorstädten findet man heute nur noch den ganz modernen Wohnungsbau, wobei es in jeder dieser Siedlungen eine eigene Moschee und auch ein Einkaufszentrum gibt. Zudem ist jeder Vorort hervorragend verkehrstechnisch an das Zentrum von Antalya angebunden. Von dem einstigen Einfluss der unterschiedlichen Herrscher bemerkt man in Antalya nur noch im historischen Stadtkern etwas, der Rest der Stadt erscheint heute sehr modern.

Die Geschichte von Side

Die Geschichte von Side reicht bis in die Urzeiten hinaus. Schon zu diesem Zeitpunkt war Side als Ortschaft besiedelt. Die Sprache der damaligen Einwohner konnte bis heute nicht entziffert werden. Alte Münzen aus 500 vor Christi geben Anhaltspunkte über die undefinierbare Sprache. Weitere Münzbestände aus 300 vor Christi lassen darauf schließen, dass es eine bodenständige Urbevölkerung gab, die sich anhand der ominösen Sprache verständigte. Später entdeckten Forscher Elemente griechischer Herkunft und bezeichneten sie als uranantolisch-pamphylische Sprache. Am Ende des 8. Jahrhunderts vor Christi siedelten sich griechische Kolonisten an. Von ihnen stammt auch der Name Side, welcher die Bedeutung des Granatapfels hat, welcher auch Symbol der ersten Münzen und weiteren Münzen bis zur römischen Kaiserzeit war. Nach der Beendigung der römischen Kaiserzeit folgte nichts als Armut und Untergang. Dies änderte sich rapide als 500 nach Christi die spätrömische-byzantinische Kaiserzeit begonnen hat. Side befand sich ab diesem Zeitpunkt wieder im Aufschwung. Als Sitz des Metropoliten machte sich Side einen ehrenvollen Namen in der Region. Es folgten leider diverse Überfälle von Arabern, die den völligen und endgültigen Niedergang für die Stadt bedeuteten. Unter der Bevölkerung machte sich Angst nieder und die Menschen flohen im 10. Jahrhundert nach Christi nach Antalya. Dort wiegten sie sich in Sicherheit. Eine bevölkerungslose Stadt war Überbleibsel. All diese Ereignisse waren zu früheren Zeiten sehr schlimm für die Einwohner. Allerdings entstanden vor allem in der römischen Epoche bemerkenswerte und wertvolle Bauten, die ganz oder teilweise noch heute zu besichtigen sind. Deshalb darf sich Side auch als antike Stadt betiteln.


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