Sehenswürdigkeiten im Türkische Riviera-Lexikon

Sehenswertes in Antalya

Obwohl Antalya in den letzten Jahren zu einer sehr modernen Stadt mit beliebten Wohngegenden in den Vorstädten geworden ist, gibt es hier sehr viele Sehenswürdigkeiten zu bestaunen, die ein wenig über die Geschichte der Stadt und die Lebensart der Einheimischen verrät. Äußerst sehenswert ist das Hadrianstor, dass sich an der Atatürk Caddesi befindet. Es ist das letzte, noch erhaltene Stadttor, das zur antiken Stadt von Antalya und gleichzeitig zum Hafen führt. Errichtet wurde das Stadttor im Jahre 130 zu Ehren eines Besuchs von Hadrian in der Stadt. Erbaut ist es auf vier Sockeln und verfügt über drei Torbögen, die mit vielen Ornamenten geschmückt sind. Links und recht vom Stadttor befindet sich jeweils ein Turm, deren linker unter Sultan Alaaddin Keykubat I. in der römischen Zeit erbaut wurde. Nicht verpasse darf man auch die Altstadt von Antalya, die Kaleici genannt wird, und die sich viel von ihrem ursprünglichen orientalischen Flair beibehalten konnte. Hier findet man unzählige Parks und Teegärten, in denen es sich nicht nur die Touristen gut gehen lassen können. Vielerorts lassen sich die Einheimischen hier von den vielen Touristen gar nicht beeindrucken und leben wie in alten Zeiten. Während es am Tage eher ruhig und beschaulich zugeht, was aufgrund der hohen Temperaturen nicht weiter verwunderlich ist, ist hier nach Sonnenuntergang der Bär los. Allerdings sind es dann eher die Touristen, die die Nacht zum Tag machen. Besuchen sollte man auch das Yivli Minarett, dass 38 Meter hoch ist und das Wahrzeichen der Stadt darstellt. Erbaut wurde es von Alaettin Keykubat zur Zeit der Selschuken. Äußerst sehenswert ist auch das Kale kapisi meydani, bei dem es sich um das einzige erhaltene Festungstor des alten Antalya handelt.

Sehenswertes in Alanya

In der Stadt Alanya gibt es neben den wunderbaren Stränden auch sehr viele Sehenswürdigkeiten, sodass man schon mal den ein oder anderen kulturellen Tag einlegen sollte. Sehr interessant ist der Burgberg, der aus drei Bereichen besteht, die jeweils durch Mauern voneinander getrennt sind. Der erste Bereich besteht aus wichtigen Gebäude aus der Zeit der Sedschuken, wie z.B. die Werft und der Rote Turm. Letzterer ist 33 Meter hoch und wurde zum Schutz des Hafens in der Zeit von 1224 bis 1228 gebaut. Heute befindet sich in ihm ein ethnographisches Museum. Der rote Turm ist heute das Wahrzeichen der Stadt Alanya. In der Mitte des Komplexes befindet sich ein Badehaus sowie die Sülemaniye Moschee. Der letzte Bereich wird von einer Zitadelle gebildet, die einst der Ursprung der gesamten Anlage war. Am Fuße des Burgbergs liegt die bekannte und äußerst sehenswerte Damlatashöhe, eine Tropfsteinhöhe mit einer Luftfeuchtigkeit von 96 Prozent und einer gleichmäßigen Temperatur von 22 Grad Celsius. Menschen die an Asthma leiden, sollte diese Höhle unbedingt besuchen, denn ihr werden heilende Kräfte zugesprochen. Neben den vielen historischen Sehenswürdigkeiten, gibt es aber auch recht viel modernes, was in Alanya durchaus sehenswert ist. So kann man ein Theater besuchen oder die zahlreichen Museen besichtigen und damit sehr viel über die Geschichte und die Kultur von Alanya erfahren. Ein Erlebnis für sich ist auch ein Ausflug in die typisch türkische Gastronomie, die ganz andere Gerichte bietet, als Döner und Pommes. Richtig gut essen gehen kann man in Alanya an fast jeder Ecke. Das richtige, echte türkische Essen genießt man aber am besten im Landesinnern, denn hier wird noch so gekocht, wie vor zig Jahren, und nichts ist an den Tourismus angepasst.

Sehenswertes in Belek

Da Belek an der Türkischen Riviera eher ein künstlich angelegtes Dorf ist, denn hier gibt es nur Hotels, gibt es auch keine direkten Sehenswürdigkeiten in dieser Region der Türkei. Allerdings ist Belek wunderbar für einen Familienurlaub geeignet, denn am Strand geht es ganz seicht ins Meer, sodass besonders kleinere Kinder hier ihre ersten Gehversuche am Meer machen können. Auch für eine Erholungsurlaub, weit ab vom Touristenstress, kann man hier hervorragend verbringen. Besonders aber kommen Sportler in Belek auf ihre Kosten, denn es gilt als Eldorado für Golfer. Die tadellosen Goldplätze beeindrucken durch ihre malerische Lage inmitten von Pinien- und Eukalyptuswäldern und sind ein wahr gewordener Traum für jeden Goldfan. Angeboten werden hier auf den sechs hochkarätigen Golfplätzen auch Schnupperkurse. Zudem wird in den Hotels ein umfangreiches Sport- und Wellnessprogramm angeboten, sodass der Wunsch nach Sightseeing in brütender Hitze hier gar nicht wirklich aufkommt. Wer aber dennoch einmal raus mochte, der kann an einem Ausflug nach Pamukkale teilnehmen und die Kalksinterterrassen besichtigen. Kurz vor Belek befinden sich zudem die Ruinen der pamphylischen Stadt Sillyon, die allerdings nicht touristisch erschlossen sind. Beeindruckend sind hier die Überreste des Theaters. Rund 10 Autominuten von Belek entfernt ist die lebhafte Kleinstadt Serik zu finden. Hier kann man einmal so richtig in den türkischen Alltag blicken und für einen schlanken Euro in typisch türkischen Lokalen essen gehen. In rund 28 Kilometern Entfernung befindet sich die Zeytintase-Höhle, die eine Tiefe von 14 Metern hat und aus zwei Geschossen besteht. Im Innern befindet sich viele Tropfsteine, die sich immer wieder verändern und ein einzigartiges Bild abgeben. Im Jahre 1997 hat man die Höhle zufällig entdeckt, die sich in einer unberührten Naturlandschaft befindet.

Sehenswertes in Kemer

In Kemer kann man einiges unternehmen, denn es gibt viel mehr als nur Strand, Sonne und Meer. Überaus interessant ist das Seldschukische Jagdhaus, eine Ruine aus dem 13. Jahrhundert, die man zwar sehr schwer erreichen kann, die aber sehr sehenswert ist. Der Aufstieg erfolgt über einen Wald und geht bergauf, sodass man in jedem Fall etwas zu trinken mitnehmen sollte, denn Kioske oder Restaurants gibt es in dieser Gegend nicht. Wenn man einen Einkaufsbummeln durch die Einkaufsstraßen von Kemer gemacht hat, kann man es sich am Hafern von Kemer gut gehen lassen. Vom Hafen aus kann man auch wunderbar eine Tagestour mit einem der kleinen Ausflugsboote buchen. Die Toure führen dabei an Phaselis vorbei und unterwegs halten die Boote für kleine Badepausen – so kann man die heißen Temperaturen im Sommer ganz gut aushalten. Für Kinder immer wieder ein großes Erlebnis ist ein Picknick am Strand. Besonders schön ist es in der Schlucht hinter dem Dorf Kuzdere, denn von hier aus gelangt man in den Nationalpark Kezme Bogazi. Hier kann man an dem wunderschönen Bach, den man gar nicht verpassen kann, ein Picknick machen und flussaufwärts im aufgestauten Bachbett kann man sogar baden gehen. In keinem Fall verpassen darf man auch den Markt von Kemer, auf dem man viel frisches Obst und Gemüse einkaufen kann. Auf dem Markt von Göynül bekommt man wunderbar Kleidung zu kaufen. Von Kemer aus kann man auch klasse in die Bucht von Adrasan fahren. Besonders wenn am im Frühjahr Urlaub macht, sollte man diesen Ausflug einplanen, denn die malerische Küste ist hier bis in den Mai hinein fast menschenleer.

Sehenswürdigkeiten in Myra

In Myra gibt es jede Menge interessante Sehenswürdigkeiten, wie die Basilika von Nikolaus, die im 6. Jahrhundert erbaut wurde. Die heutige Basilika stammt allerdings aus dem 8. Jahrhundert und das dazugehörige Kloster wurde in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts gebaut. Bis zum Jahre 1087 befanden sich hier die Gebeine des Nikolaus, sodass Myra für viele Menschen eine beliebte Pilgerstätte war. Im Jahre 1087 haben dann italienische Kaufleute die Gebeine nach Bari in Italien gebracht. Die Kirche in Myra verlor aber nicht ihre Bedeutung, denn sie war noch viele Jahre lang die Pilgerstätte für die Nikolaus Anhänger. Myra wurde vom Schlamm des Demre-Flusses überschwemmt und so versank auch die Kirche über mehrere Jahrhunderte hinweg im Dreck. Im Jahre 1863 kaufte der russische Zar Alexander II. die Kirche und ließ sie teilweise wieder aufbauen. Im Jahre 1963 kam es erst wieder zu Grabungen an dieser Stelle und die Kirche mit ihren byzantinischen Fresen und römischen Sarkophagen wurde ausgegraben und erforscht. Heute befindet sich vor der Kirche ein sehr modernes Nikolaus-Denkmal. Ein weiteres touristisches Highlight ist der alte Hafen in Myra, der heute allerdings verlandet ist. Im Jahr 59 n. Chr. wechselte der Apostel Paulus hier auf seiner Fahrt nach Rom das Schiff. Besichtigen kann man heute das alte Granarium, eine Kornkammer, in der man 6000 Kubikmeter Getreide gelagert hatte. Des Weiteren sollte man in Myra unbedingt das römische Theater besucht haben sowie die lykischen Felsengräber. In der Nähe von Myra befindet sich Kekova, ein kleines Dorf, in dem man Felsengräber und Rankensarkophage bestaunen kann. Beides ist relativ gut erhalten. Zudem kommen hier Schnorchler auf ihre Kosten, denn die Küstenregion ist sehr interessant, auch wenn hier das Tauchen verboten ist.

Sehenswertes in Aspendos

Neben dem Theater von Aspendos gibt es hier aber noch reichlich mehr ans Sehenswürdigkeiten, die man sich in keinem Fall entgehen lassen sollte. So etwa die Reste der Thermen und der Sportanlage des Gymnasions, die sich südlich des Theaters befinden. Im Norden liegt ein Stadion, dass allerdings nicht mehr so gut erhalten geblieben ist. Die Akropolis befindet sich in der oberen Stadt von Aspendos und war einst mit einer hohen Mauer gesichert. Davon ist allerdings nur noch das Stadttor ganz gut erhalten. Heute jedoch noch hervorragend erhalten geblieben ist der Aquädukt, der aus der Ebene im Norden in die Stadt führt. In Kombination mit zahlreichen Zisternen konnte man so die Wasserversorgung der Stadt sichern. Auf dem Akropolishügel befinden sich weitere Überreste von Bauten, die aus der römischen Epoche stammen. Zudem befindet sich hier ein großer echteckiger Patz, der von zwei Markthallen gesäumt wird. Hier muss es einst sehr prachtvoll ausgesehen haben, denn in den Nischen kann man Reste von Skulpturen bestaunen. Um die antiken Stätten von Aspendos sehen zu können, müssen die Touristen einen Eintritt bezahlen. Während das Theater noch sehr gut erhalten ist und bis heute für Konzerte genutzt wird, ist der Rest in einem verheerenden Zustand. Die Regierung ist sich nicht ganz einig, wie die Stätten erhalten werden sollen und ob dies überhaupt geschehen soll. Das alte Stadtzentrum verwildert zusehends und ist an vielen Stellen bereits komplett zugewachsen. Zudem gibt es nur wenige Hinweisschilder, von Informationstafeln einmal ganz zu schweigen. Des Weiteren sind viele Bauwerke gar nicht mehr zu finden, da sie komplett von Gestrüpp zugewachsen sind.


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